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Die BASIS in der Hundeerziehung - der Schlüssel zum besseren Verständnis - den Hund verstehen lernen - lernen mit einem Hund umzugehen

 

 

Als langjähriger Hundehalter von mehr als einem Hund lernt man mit Hunden umzugehen und wie man mit ihnen kommunizieren muss, vorausgesetzt man beobachtet seine Hunde im Verhalten und versucht deren Sprache zu “lesen”. “Erziehungsfragen” sind mit die häufigsten Fragen in Bezug auf Hunde, wobei es hier in erster Linie mehr um den richtigen Umgang mit einem Hund geht. Erziehung in Form von Kommandos wie Sitz, Platz etc.haben nichts mit der Hundesprache zu tun! Sitz, Platz, Bleib, Pfötchen geben usw. ist Hunde-Dressur! Immer wieder mal stehen Menschen ratlos da und wissen sich in manchen Situationen nicht wirklich zu helfen, dies frustriert! Einige wichtige Dinge haben wir hier einmal zusammen gefasst, über die wir immer wieder aufklären und die zum Erfolg führen, wenn sie denn richtig umgesetzt werden! Fragen Sie sich einmal ehrlich ob die Basis stimmt zwischen Ihnen und Ihrem Hund!

Die Basis sollte schon stimmen wenn der Welpe in das neue Zuhause einzieht!

Der Welpe ist im neuen Zuhause angekommen, alles ist neu und aufregend, alles wird erkundet. Vorsichtigere Welpen brauchen vielleicht etwas mehr Zeit und testen sich erstmal langsam heran. Jeder Welpen ist individuell von Wesen, Charakter und Temperament! Je selbstbewusster ein Welpe sich im neuen Zuhause von Anbeginn zeigt, desto selbstsicherer ist er von Natur aus. Sanftere Charaktere tasten sich erst langsamer heran, dies ändert sich jedoch schnell innerhalb 2-3 Tagen. Einfluß auf diese Wesenszüge haben natürlich auch die Erfahrungen die der Welpe beim Züchter gemacht hat, eben die Prägungsphase. Auch wir haben ab und an sensiblere und vorsichtigere Welpen im Wurf, nicht alle Welpen werden mit der selben Stärke und dem gleichen Mut geboren. So ist das in der Natur auch nicht vorgesehen, denn ein Hunderudel besteht nicht nur aus einem Rang hohen und einem Rang niedrigeren Hund. Es gibt noch viele weitere Rangpositionen dazwischen, die alle eine wichtige Aufgabe im Rudel haben. Wenn wir erkennen das ein Welpe im Wurf sensibler ist und nicht so mutig wie seine Geschwister, ist darauf zu achten das dieser nicht “unter” geht und wird besonders “raus gepickt”. Im Alter von 8 bis 9 Wochen ist oft kaum mehr ein Unterschied im Verhalten zu seinen Geschwistern zu erkennen. Meist brauchen diese Welpen in der Erziehung wenig “Nachdruck”, kleine Korrekturen reichen hier oft aus. Stärkere und hartnäckigere Welpen brauchen hier oft etwas mehr Konsequenz. Aber generell sei gesagt das JEDER Hund eine konsequente Führung seines Besitzers braucht, da gibt es keine Ausnahme!

Zu beachten ist allerdings das kein Hund dominant geboren wird. Dominanzen entstehen und entwickeln sich! Gebe ich einem Hund die nötige Entscheidungsfreiheit und gibt es für ihn keine Regeln, oder gibt es Regeln an denen sich der Mensch manchmal hält und manchmal nicht, wird der Hund IMMER versuchen dies auszutesten und den Menschen in seiner Führungsqualität in Frage stellen.

Häufig ist zu beobachten das die “Probleme” mit einem Welpen nach einigen Tagen auftreten. Der Welpe überdreht häufig, er zwickt oder beißt, er scheint außer Rand und Band zu sein. Dies liegt einzig und allein daran das ihm keine Grenzen gesteckt werden oder falsch kommuniziert wird!

Jedes Lebewesen kommt aus der Natur und jedes Lebewesen spricht seine eigene Sprache, wie wir unsere. Ein Hund kennt unsere Sprache nicht, ist aber in der Lage sie zu deuten und somit zu lernen was wir meinen. Hunde verständigen sich untereinander überwiegend durch die Körpersprache und Mimik. Deshalb sollte der Mensch in der Kommunikation auf seine Körperhaltung achten. Eine freundliche Stimme, die den Hund freundlich ruft und eine nach vorne gebeugte Körperhaltung “kopfüber” wirkt nicht freundlich auf den Hund! Der Hund wird verunsichert sein! Unsichere Hunde kommen nur zögerlich auf ihren Besitzer zu, ducken den Kopf ab, zeigen einen schleichenden Gang, legen Ohren zurück und lecken sich über die Schnauze. Zum allen Übel werden sie danach häufig noch auf den Kopf gestreichelt, wieder leckt der Hund sich über die Schnauze -> er fühlt sich nicht wohl! Dieses Prozedere erleben viele Hunde Tag für Tag. Die Situationen einmal auf den Hund betrachtet erscheint es einem ganz logisch das er Stress hat! Diese Beispiele könnte man weiter und weiter fort führen! Der Hund spricht eben eine andere Sprache und diese müssen wir Menschen verstehen und lernen umzusetzen.

Eine falsche Kommunikation (man spricht sozusagen aneinander vorbei) sorgt beim Hund für Stress und Frustration! Es kommt zu Verhaltensauffälligkeiten!

 

Was gilt es zu beachten für den Menschen?

Um das ein vernünftiges Zusammenleben funktioniert ist die Basis wichtig!

 

-> beugen Sie sich nicht über Ihren Hund. Stehen Sie gerade oder gehen Sie in die Hocke, auf  Augenhöhe des Hundes wirken Sie weniger bedrohlich.

-> rufen Sie nicht ständig seinen Namen. Hunde die ständig etliche Male gerufen werden und extrem viel Ansprache bekommen reagieren oft kaum noch, bzw. ignorieren ihren Menschen (sie stumpfen ab)! Wie würden Sie sich wohl verhalten wenn jemand Sie ständig “vollquasselt” - irgendwann hört man einfach nicht mehr hin! Es ist nicht mehr interessant!

-> rupfen Sie nicht ständig an der Leine, dies nervt auch den Hund und setzt falsche Signale! Die Leine ist nicht zum zerren da, sondern zum führen! Auch hier “stumpen” Hunde ab!

-> Schenken Sie Ihrem Hund nicht den ganzen Tag Ihre volle Aufmerksamkeit, ignorieren Sie ihn zwischendurch auch mal. Weniger ist mehr! Hunde die auch schon mal ignoriert werden reagieren in der Regel auf Ansprache sofort.

-> beginnen Sie das Spiel und beenden Sie es wieder, warten Sie nicht darauf das der Hund das Spiel abbricht.

-> gehen Sie nicht auf jede Forderung Ihres Hundes ein! Streicheln Sie ihn wenn er es gerade nicht einfordert.

-> ein sehr anhänglicher Hund besitzt seinen Menschen!

-> fassen Sie den Hund nicht ständig an. Damit gemeint ist übertriebenes anfassen, streicheln. In machen Situationen bestätigt dies den Hund und er setzt daraus einen Zusammenhang. Beispiel: Ist der Hund in einer Situation gerade unsicher, der Mensch streichelt ihn, schon hat der Mensch den Hund unbewusst für die Unsicherheit bestätigt. Bedeutet, beim nächsten mal ist der Hund in dieser Situation wieder unsicher... dies kann sich unter Umständen steigern. Auf dieser Art und Weise beeinflussen Menschen unbewusst ihre Hunde!

-> zeigt ein Hund sich unsicher, dann holt man ihn am besten kommentarlos aus dieser Situation raus. Traut er sich nicht an etwas vorbei zu gehen, dann geht man kommentarlos mit lockerer (!!!) Leine weiter. Ein Zug an der Leine bestätigt den Hund ebenfalls.

-> bellt ein Hund etwas an, geht man auch hier kommentarlos mit lockerer Leine, selbstbewusst weiter und demonstriert so das der Mensch die Lage im Griff hat. Würde man hier ständig eingreifen, den Hund ansprechen, anfassen oder an der Leine rum ziehen bestätigt man den Hund in seinem tun wieder und beim nächsten Mal wird es dann schlimmer.

-> nehmen Sie ihm ganz selbstverständlich seine Besitzstümer wie Spielsachen, Futter weg. Zögern Sie hierbei nicht! Auch während der Hund auf dem Knochen herum kaut sollten Sie ihm diesen wegnehmen können.

-> führen Sie Ihren Hund an der Leine möglichst neben Ihnen. Lassen Sie ihn nicht ziehen und vor laufen! Stoppen Sie ihn wenn er sich vorbei drängelt indem Sie einfach Ihr Bein rausstellen und ihm so demonstrieren das er nicht an Ihnen vorbei kommt. Denn Sie führen ihn, nicht umgekehrt. Bestimmen Sie den Weg und die Richtung, drehen Sie ruhig auch mal während dem Spaziergang um (Richtungswechsel). Dies einige Male wiederholt werden Sie schnell merken das der Hund auf Sie achten wird.

-> wenn Ihr Hund mal alleine bleiben muss, veranstalten Sie keinen großen Abschied und auch kein Begrüßungsszenario! Kommen und gehen Sie kommentarlos! Begrüßen Sie Ihren Hund dann, wenn er nicht aufgeregt um Sie herum läuft! Sie belohnen den Hund sonst für seine Aufregung und sein Verhalten wird sich steigern, ggf. auch verschlimmern!

-> Halten Sie sich an die Regeln die Sie festgelegt haben. Alle Familienmitglieder müssen dieselbe Sprache mit dem Hund sprechen. Sonst funktioniert eine Verständigung nicht. Wenn jeder etwas von uns verlangt, aber jeder es anders deutlich macht verwirrt uns das auch! Der Hund kann es dann auch nicht besser machen!

-> Lassen Sie sich nicht von ihrem Hund anrempeln oder anspringen, unterbinden Sie dieses Verhalten. Dieses Verhalten ist von einem Hund nicht nett und dient nicht der Begrüßung oder Freude (wie oft geglaubt). Wir haben schon Hunde erlebt die einfach in Menschen rein rennen und diese nicht wahr nehmen, bzw. nicht registrieren das da noch jemand steht. Würden Hunde sich einfach frech anrempeln, gäbe es Ärger!

-> Wenn Sie nicht möchten das ein Hund Sie anspringt reicht es in der Regel aus ihn anzutippen oder anstupsen, schnell aber bestimmend, dann ignorieren Sie ihn. Auch Hunde verständigen sich so! Wenn ein Hund seine Ruhe haben möchte stupst er den anderen an, dreht sich um und geht (er ignoriert den anderen). Das selbe können wir auch tun! Hunde die aufgeregt sind wenn Besuch kommt oder wenn sie von fremden angesprochen werden neigen häufig zum hoch springen. Dieses Problem wird somit vom Menschen noch gefördert... einfach den Hund ignorieren, nicht ansprechen oder anfassen und schon ist das “Problemchen” aus der Welt... ganz einfach.

-> Unsere Welpen werden von uns erzogen und zwar auf eine Weise die für sie verständlich ist, eben in deren Sprache. Wir unterbinden penetrantes Anspringen und beißen in Hände, Ärmel, Hosen etc. In der Regel reicht es aus den Welpen einfach sofort während seinem handeln anzustupsen und dann lässt er ab. Bei starken Welpen muss man dies 2 oder 3 mal wiederholen und bestimmend sein. Erst wenn er gar nicht von seinem tun ablässt erfolgt ein “Schnauzengriff” - dieser ist vergleichbar mit einem Händedruck. In er Regel reicht ein anstupsen aber aus. Häufig beobachten wir, das nach der Korrektur (dem anstupsen), die Welpen erst einmal zurück treten, schauen und schätzen die Situation ein. Sie merken schnell das wir nicht bedrohlich sind, sondern uns nur eine gewissen Distanz und Respekt verschaffen wollen. Nach kurzer Zeit (wenige Minuten oder Sekunden) kommen sie wieder an und schmiegen sich an uns, legen sich zu uns und schmusen. Die Lektion lautet, ich respektiere dich und du mich! Dann sind wir Freunde!

Nicht alle Hundemütter erziehen ihre Welpen so wie es sein sollte. Manche lassen sich von ihren Welpen sehr viel gefallen, oft aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Es ist sehr wichtig das eine Hundemutter ihre Welpen erzieht und ihnen Grenzen klar macht, sich eben Respekt verschafft. Alle Tierbabys müssen das lernen, das ist in der Welt des Menschen nicht anders! Hat man ein kleines Hunderudel übernehmen die Rudelmitglieder ebenfalls die Erziehung der “Sprößlinge”. Oft geht es dort viel “Robuster” und konkreter zu! Hunde korrigieren in Windeseile und das punktgenau. Unsere Hunde zeigen uns wie es geht, man muss sie nur beobachten und man kann von ihnen lernen!

-> halten Sie sich an die Regeln, die Sie Ihrem Hund aufstellen. Sind Sie inkonsequent, wertet der Hund dieses als Schwäche! Kein Hund folgt gerne dem schwächsten Glied im Rudel und wird daher versuchen den Platz über Ihnen einzunehmen. Das liegt in seiner Natur! Ein Hund folgt stets seinem Instinkt und wenn dieser ihm sagt das sein Mensch schwach ist und das Rudel nicht anführen kann, wird der Hund (Welpe) versuchen die Rolle zu übernehmen.

Oft hört man Menschen sagen.... mein Hund testet oft seine Grenzen aus, oder mein Hund will es heute mal wieder wissen, er ist so schlau und weiß mich um den Finger zu wickeln. Ja, so ist es! Hunde haben gelernt uns Menschen zu “lesen” und nutzen jegliches inkonsequentes handeln für sich aus. Dies bedeutet aber auch das der Mensch sehr inkonsequent sein muss wenn sein Hund ihn oft “testet”. Man muss eben schauen womit man leben kann und ob es vielleicht für beide (Mensch und Hund) besser ist auf einer klaren Ebene miteinander zu kommunizieren.

Wie Sie sicher bereits gemerkt haben liegt das Augenmerk auf Konsequenz! Gegenseitiger Respekt schafft Vertrauen und Vertrauen gibt Sicherheit und Sicherheit fördert das Wohlbefinden! 

Sitz, Platz, Bleib Training ist Dressur! Ähnlich wie Pfote rechts, links, Rolle, dreh dich... und so weiter! All diese Dinge gehen in die Kategorie Tricks und Dressur. Denn Hunde lassen sich über Futter dressieren.

Führungsqualitäten eines Hundehalters funktionieren anders! Die Basis ist der Grundbaustein für alles weitere. Für die Basis brauche ich keine Leckerlies, da reicht es aus konsequent zu sein. Hierfür brauche ich meinen Hund nicht “Futterabhängig” zu machen. Hunde die nur gefüttert werden, folgen dem Futter - nicht Ihrem Menschen! Wenn die Basis stimmt, vertraut mein Hund mir, er respektiert mich ganz ohne Futter, er achtet auf mich und das ist es was man erreichen möchte!

Hunde haben gelernt den Menschen zu lesen!

Unsere Hunde beobachten uns ständig, sie lesen uns. Sie spüren kleinste Veränderungen in unserem Verhalten wie zum Bespiel Stimmungsschwankungen. Sie nehmen selbst eine veränderte Atmung des Menschen wahr, einen schnelleren Herzschlag, einen schnelleren Puls. Zudem besitzen Hunde eine hervorragende Nase und nehmen Gerüche ausgezeichnet wahr.

In der Welt der Hunde gibt es für ein richtiges Verhalten KEINE Belohnung, es gibt nur eine Konsequenz für ein falsches Verhalten. In der Welt der Hunde gibt es kein Mitleid und kein Mitgefühl! Hunde leben in ganz klaren Strukturen und dies sollte auch der Mensch ihm geben! In der Natur zeigen Tiere in der Regel keine Schwäche, auch im Krankheitsfall versuchen sie so lange stärke zu zeigen wie es eben geht, weil es ihr Überleben sichert, ihre Chance weiterhin akzeptiert zu werden. Fällt ein schwaches Glied aus, besetzt es ein anderer... so ist das und nicht anders. Hier macht der Hund im Menschenrudel keine Ausnahme, denn er denkt nicht... wenn das so wäre könnte er sprechen, lesen und schreiben. Die Natur hat ihn so erschaffen und wenn Menschen entscheiden sich einen Hund anzuschaffen dann müssen sie nun mal die Sprache des Hundes beachten und lernen. Der Mensch ist es ja der ein Tier zu sich holt, ein Tier braucht den Menschen nicht zum überleben

Was gilt es bei Kindern zu beachten: Kinder können bis zu einem gewissen Alter nicht in der Lage sein einen Hund nach den o.g. Kriterien zu erziehen. Dies müssen die Eltern übernehmen! Hundeerfahrene Kinder können gewisse Punkte jedoch schon gut umsetzen. Wir haben schon viele Kinder (auch im Grundschulalter) erlebt die einen Hund durchaus erziehen können und auch in gewisser Weise Konsequent sind. Neben aller Freude wenn ein Hund in eine Familie zieht müssen Kinder lernen das der Hund nicht nur ein Spiel und Kuscheltier ist. Eltern sollten einen Hund niemals mit einem Kind unbeaufsichtigt lassen. Unkontrollierte Bewegungen können in Augen des Hundes eine Bedrohung darstellen, auch sollte nicht am Hund gezogen werden, oder dem Hund weh getan werden. Hunde sehen Kinder immer als Rangniedrig an und es gibt auch Hunde die auf ihre Art versuchen das Kind bei einem Fehlverhalten zu korrigieren. Darauf sollte man es nicht ankommen lassen!

Kinder sollen daher lernen das auch der Hund mal Pause hat und seine Ruhe braucht. Zeiten in denen er nicht angefasst oder bespaßt werden soll. Dann klappt es auch mit einem Aussie :-)